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Garzweiler und Zons

Am 01.09.18 fuhren bei strahlendem Wetter 52 Mitglieder und Gäste der Ortsgruppen Krefeld und Uerdingen der IG BCE in einem Bus zunächst zum Braunkohlentagebau Garzweiler und anschließend ins mittelalterliche Städtchen Zons.

Morgens waren wir zunächst um 10:00 von der Sonderbushaltestelle am HBf Krefeld abgefahren, hatten dann um ca.10:15 die Mitglieder der Ortsgruppe Uerdingen am Bahnhof Uerdingen abgeholt und sind dann um ca.11:20 am Informationszentrum des Braunkohlentagebaus Garzweiler eingetroffen. Hier wurden wir zunächst in Wort und Bild über den Tagebau Garzweiler in Kenntnis gesetzt. Anschließend fuhren wir im Bus durch den Tagebau unter der sehr kompetenten fachlichen Führung seitens eines Angestellten des Tagebaus. An zwei Stationen hatten wir Gelegenheit den Bus zu verlassen, Fotos zu machen und einen direkten Eindruck zu gewinnen, am ersten Stopp hatten wir die Möglichkeit eine der riesigen Maschinen, einen Absetzer, in Augenschein zu nehmen, der hunderte von Tonnen der abgebaggerten Erde pro Tag wieder zurück führt, damit der erste Schritt zur Rekultivierung unternommen werden kann. Beim zweiten Stopp konnten wir von einer erhöhten Stelle den gesamten Tagebau überblicken, wir gewannen ein eindrucksvolles Bild, auf der einen Seite werden Braunkohle und diverse Erdschichten abgebaut und auf riesigen Förderbändern abtransportiert, wobei die Kohle in einen Kohlebunker transportiert wurde um von dort weiter in ein nahegelegenes Kraftwerk transportiert zu werden. Die Erdschichten wiederrum wurden zwischen gelagert , um am entgegengesetzten Ende des Tagebaus, die abgebauten Flächen zu rekultivieren. An diesem zweiten Haltepunkt machte uns der Begleiter darauf aufmerksam, dass dort verkohlte Baumstümpfe am Wegesrand lagen die beim Abbau gefunden wurden und einige Millionen Jahre alt sind. Wir bestiegen wieder unseren Bus und fuhren nun zuerst durch rekultivierte Flächen des Tagebaus, die für die landwirtschaftliche Nutzung vorbereitet werden, dann fuhren wir durch einen neu angelegten Umsiedlungsort, wo die Menschen nachdem sie ihre ehemalige Ortschaft verlassen mussten eine neue Heimat gefunden haben. Diese Führung mit dem Bus dauerte ca. zweieinhalb Stunden und war wirklich sehr informativ. Wir fuhren nun unser zweites Ziel am heutigen Tage an das Städtchen Zons. Hier trafen wir um ca.14:30 ein. Wir hatten in Zons in einer schönen Gaststätte, der „Torschenke“, 60 Plätze reserviert, so dass wir nun dort zu Mittag essen konnten. Wir wurden sehr schnell bedient und konnten uns an den sehr guten Gerichten stärken. Für 16:00 hatte ich 2 Führungen durch das mittelalterliche Städtchen Zons gebucht, an diesen Führungen hat der überwiegende Teil der Mitglieder bzw. Gäste unserer Ortsgruppen teilgenommen.

Wir erfuhren das Zons 1373 vom Kölner Erzbischof FriedrichIII. von Saarwerden gegründet wurde. Die Stadtmauer ist noch komplett erhalten mitsamt den kleinen Wachttürmchen, die man Pfefferbüchsen nennt. Es sind zudem noch einige Häuser aus dem 16. Jahrhundert vorhanden, die meisten der älteren Gebäude sind bei verschiedenen Feuersbrünsten den Flammen zum Opfer gefallen. Zons ist nie von feindlichen Truppen erobert worden, hat aber viele Hochwasser des Rheins ertragen müssen und wurde von etlichen Pestepedemien heimgesucht. Die Stadt hat zu einem guten Teil vom Zoll gelebt, den die neben dem damals unmittelbar am Strom gelegene Stadt, von den Schiffern erhob. Falls sich die Schiffer weigerten zu zahlen warf man sie ins Verlies, was ihre Zahlungsbereitschaft deutlich verbesserte.

Nach diesem einstündigen Stadtspaziergang mit vielen interessanten Einblicken in die Geschichte Zons traten wir um 17:20 die Rückfahrt an und waren um ca. 18:20 wieder in Krefeld angelangt.

Nach einhelliger Meinung der Teilnehmer hatten wir wirklich einen schönen Tag verbracht, der uns viele neue Eindrücke beschert hat.

Mathias Halmer

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